Ivo Knill
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Über Sex sollte man eigentlich schweigen, denn die Lust entzündet sich am Geheimnis.
Die Septembernummer der Männerzeitung hält sich nicht an diese Weisheit.
Sie trägt den Titel "Alles über Sex" und nimmt sich vor, Gewissheiten, Urteile und Klischees abzutragen, die das verbergen, was Sexualität sein kann. Die Ausgabe beleuchtet, wie der öffentliche Diskurs Sexualität an den Fällen Kachelmann, Kahn und Co und verhandelt. Sie fragt, wie die Körper/Geist-Spaltung der Kirche in uns weiter wirkt - und wie sie wieder heilen könnte. Sie betrachtet mit Peter Gehrig und Karol Bischof Sexualität aus dem Blickwinkel des "Sexocorporel". Sie fragt, wie Paare und jeder einzelne Schlüssel finden können, die Kammern der Lust zu öffnen vermögen. Und sie tappt um das herum, was Sex erst mit Lust erfüllt: Das Spiel von Verhüllen, Verbergen, Entblättern und Verschweigen, wo Fremdheit zum Aroma der Nähe wird. Haut, der Duft von Haaren, abgestreifte Kleider, aufgehobene Zeit, Scheu, Lust, die sich langsam regt: Und wenige Worte.
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Die Zeit ist reif dafür, Männeranliegen in den politischen Entscheidungsprozess zu tragen. Männer.ch tut das, und zwar differenziert, konstruktiv und mit grossem Erfolg. Mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen Sie genau diese Form von Männerpolitik – und die tut Not! Der Jahresmitgliederbeitrag bei männer.ch beträgt 200 Franken. Wenig Verdienende oder Männer mit familiären Pflichten können ihn auf 150 bzw. 100 Franken reduzieren. Im Mitgliederbeitrag ist das Abonnement der Männerzeitung eingeschlossen.
Wie gehen Sie vor?
Melden Sie sich direkt unter folgendem Link an: http://www.maenner.ch/das-koennen-sie-tun Geben Sie unter dem Feld Bemerkungen an, wenn Sie bereits Abonnent der Männerzeitung sind.
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Es ist August und wir stecken mitten in den Arbeiten zu unserer Septembernummer: „Die wirklichen Geheimnisse rund um Sex“ lautet ihr Titel. Das Thema Sex ist aktuell und findet auch in der Berichterstattung des letzten Monats seinen Niederschlag. Wir erfahren, dass Männer nicht nur an schnellem Sex interessiert sind (Studie des Kinsey-Instituts) und wir können über Altersheime lesen, die ihren Bewohnern Sex auf Bestellung vermitteln. Lesenswert ist auch das Interview mit Werner Huwiler über das Begehren und die Anrüchigkeit des Genitalen. Es berührt Fragen der Lust, der Sucht und unserer Betrachtung von beidem – die erst darüber entscheidet, was gelten darf.
Pünktlich auf den 1. August bringt der Berliner Tagesspiegel einen Beitrag über die Männerzeitung, die in der weiten Landschaft zwischen dem Schwingerfest, der Landsgemeinde, dem Aufbruch der 80er Jahre und der heutigen Familienrealität angesiedelt wird. Der Titel – ich glaube, ich habe einfach einen Titelfimmel – na ja, der Titel haut wieder mal so richtig rein: „Schweizer Männer wehren sich.“ Wurde auch Zeit, oder?
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Am 30. Mai hat eine überparteiliche Gruppe im Rahmen einer Medienkonferenz einen parlamentarischen Vorstoss für ein neuartiges Modell für Elternzeit vorgestellt. Analog zum steuerbefreiten Sparen für die Altersvorsorge will die Gruppe ein freiwilliges steuerbegünstigtes Sparmodell «e» wie Elternschaft oder Elternzeit einführen. Arbeitnehmende und Selbständigerwerbende können mit einem frei wählbaren Prozentsatz des Lohnes oder mit jährlichen Zahlungen ein Elternzeitguthaben aufbauen. Dieses kann bei Elternschaft dazu eingesetzt werden, eine Arbeitszeitreduktion zu finanzieren.
Die Idee zu diesem Vorstoss stammt von Ivo Knill, dem Chefredaktor der Männerzeitung. Das ist kein Zufall. Die Männerzeitung ist das Medium für alles, was ein ganzes Männerleben ausmacht: Liebe, Arbeit, Sex, Gesundheit und Familie. Das Sparmodell gibt junge Männern die Chance, ihr Leben als Väter selbst in die Hand zu nehmen – modern und männlich.
Dass die Idee den Weg zu den Politikern fand, ist Markus Theunert, dem Präsidenten von männer.ch zu verdanken. männer.ch hat sich in den letzten fünf Jahren als der Verband für männerspezifischen Anliegen etabliert und findet zunehmend Anerkennung und Gehör.
Wenn aus dem Vorstoss einst eine politische Realität wird, ist dies einer Gruppe von Parlamentariern aus dem ganzen politischen Spektrum zu verdanken. Mit ihrem Engagement belegen sie, dass sie neue familienpolitische Wege zu gehen bereit sind.
In diesen Tagen erscheint die Juninummer der Männerzeitung – sie widmet sich dem Thema Arbeit. Wir zeigen Ungewohntes, andere Formen und Orte des Wirtschaftens: Rentner, die sich ironisch als alte Säcke vermarkten. Ein Mann im Pensionsalter, der seine Frau pflegt, die Alzheimer hat. Ein Künstler, der sich für das Grundeinkommen einsetzt. Und ein Kleinkinderzieher, der keinen Körperkontakt mit den Kindern haben darf, die er betreut.
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Marius schrieb am 22.06.2011 - 21:50
kleiner erster Schritt
Das wäre doch immerhin mal ein erster klitzekleiner Schritt in eine richtige Richtung. Die Vorstellung einer weiteren Kasse, die es dem gutbetuchten erlaubt Geld beiseite zu schaufeln, während sie dem Minimallohnbezüger nichts nützt, gefällt mir zwar nicht sonderlich gut, aber jeder Vorstoss in Richtung einer Elternzeit scheint mir unterstützenswert.
Kornel Rödiger schrieb am 30.05.2011 - 14:50
Tolle Idee!!!
Diese Elternzeit ist eine geniale Idee. Könnte diese jetzt schon gebrauchen...
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Auch im April machte das Sorgerecht Schlagzeilen: Die Männer- und Väterorganisationen haben sich dafür eingesetzt, dass die Vorlage zum gemeinsamen Sorgerecht, so behandelt werden soll wie ursprünglich geplant– also getrennt von weiteren, recht komplexen Fragen des Unterhaltes. Dass die Männer gehört wurden, ist ein Erfolg. Die grosse organisatorische Arbeit, die politische Arbeit, die Medienarbeit von männer.ch, GeCoBi und weiteren Männer- und Väterorganisationen hat sich gelohnt. Sie dürfen stolz und zufrieden sein.
Der Erfolg zeigt, wie wichtig es ist, dass Männer sich organisieren, ihre Anliegen formulieren und in die Debatte tragen – klar, pointiert und besonnen. Er gibt denen Recht und Gewicht, die auf Dialog setzen.
Noch liegt das Gesetz nicht vor; viele Fragen müssen noch geklärt werden, vor allem Fragen zur Scheidungspraxis: Wie gelingt es, Verfahren zu finden, die so weit als möglich zu einem Konsens zwischen den Eltern führen? Wie können Lösungen gefunden werden, die alltagstaugliche Kontakte zwischen den getrennt lebenden Vätern und ihren Kindern begünstigen? Wie wird die Mitsprache des zweiten Elternteils ermöglicht? Wie kann die Unterhaltsfrage so geregelt werden, dass beide Elternteile in Pflicht und Verantwortung treten und die Väter nicht weiter in der Ernährerfalle sitzen? Wie können Lösungen gefunden werden, die offen sind für die Entwicklung der Kinder und der Eltern?
Es ist zu hoffen, dass der Dialog offen bleibt. Das heutige Scheidungsrecht ist nicht das Werk eines boshaften Feminismus – es ist das Erbe des patriarchalen Familiemodells, das den Vater als Oberhaupt der Familie in die Pflicht nimmt: Es sollte verhindern, dass der Staat bezahlt, wenn einer seine Frau und Kinder verlässt. Wenn Männer sich heute für ein neues Sorgerecht einsetzen, wollen wohl die wenigsten das Patriarchat wieder herstellen – sondern gleiche Rechte und gleiche Würdigung von Mann und Frau, Mutter und Vater. Das ist im Interesse des Kindes. Es hat das Anspruch darauf, dass jene Menschen gewürdigt werden, von denen es abstammt. Wer würde schon gerne von einem Unmenschen abstammen?
Der Medienspiegel findet sich unter:
http://www.maennerzeitung.ch/newsletter_archiv.php
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felix schrieb am 03.06.2011 - 20:44
Gleichstellung
Man muss sich ja nicht wundern. Im "Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau EBG" arbeiten 15 Frauen und 1 Mann. Es ist zu hoffen, dass dieser eine männliche Mitarbeiter die Szene und die Projekte nicht allzu militant stört ...
Stefan Flüeler schrieb am 03.06.2011 - 20:44
Knill nil
Ivo Knill schreibt: "Das heutige Scheidungsrecht ist nicht das Werk eines boshaften Feminismus – es ist das Erbe des patriarchalen Familiemodells". So ein Müll, der Knill hat einen Knall. Aber sicher ist das Scheidungsrecht ein Erbe des Feminismus, genauer gesagt das Erbe seiner Vorgängerinnen. Jedes Gesetz, das Männer davon abhält, einfach querfeldein zu vögeln und nach Ablieferung ihres Beitrages erleichtert wieder abzuhauen, ist das Werk des Femi-Nazismus. Ivo Knill hat zu wenig Bewusstsein für die Männerzeitung, er sollte bei vaeter.ch oder Konsorten publizieren. Oder aber die 'Männerzeitung' ist eigentlich eine verkappte Väterzeitung, und ich habs bloss noch nicht gemerkt.
Peter Bosshard schrieb am 03.06.2011 - 20:44
Patriarchales Erbe
""Wer würde schon gerne von einem Unmenschen abstammen?"" Sehr geehrter Herr Knill Sind Patriarchen Unmenschen? Wenn gemäss ihrer (feministischen) Geschichtsdeutung das Patriarchat in der Vergangenheit die gesellschaftliche Norm war, dann stammen die meisten von uns väterlicherseits von (männlichen) Unmenschen ab. Die feministische Geschichtsdeutung zielt auf die Diffamierung des Männlichen an sich. Das "Patriarchat" ist der Sündenbock für alle Übel dieser Welt, für alle Verbrechen, die in den vergangenen Jahrhunderten begangen wurden. Da diese Verbrechen gemäss feministischer Geschichtsdeutung durch patriarchale, von Männern dominierte, androzentrische Gesellschaften begangen wurden, ist die Frau von jeder Verantwortung freigesprochen. Hier offenbart sich ein im Grunde reaktionäres Frauenbild, welches die Frau als passiv, erduldend, erleidend und generell fremdbestimmtes Wesen ohne Verantwortung und Einfluss wahrnimmt. Die Frauenbewegung erscheint in diesem historischen Kontext, der so eben mal ein paar Jahrtausende menschlicher Geschichte mit Schlagwörtern wie "Patriarchat" und "Androzentrismus" als hinreichend erklärt behauptet, wie eine religiöse Erweckungsbewegung mit obligater Heilserwartung. ""Das heutige Scheidungsrecht ist nicht das Werk eines boshaften Feminismus – es ist das Erbe des patriarchalen Familiemodells.."" In Ihrer etwas inkonsistenten Argumentation orientieren Sie sich an feministischer Geschichtsklitterung, welche eine patriarchale Ordnung als eine notwendigerweise frauenunterdrückende beschreibt. Diese Auffassung hält Sie aber paradoxerweise nicht davon ab, die Regelung des Ehe- und Scheidungsrechts als patriarchales Erbe zu identifizieren. Dieses Erbe aber wird von Männerrechtlern als dringend revisionsbedürftig erkannt, während Frauenorganisationen sich gegen Reformen stemmen. Sie sollten sich von Ihren feministischen Deutungsmustern lösen. Das wäre ein (männlicher) Emanzipationsprozess, der die Analyse bestehender Verhältnisse differenzierter erlaubt, als es die quasireligiöse Erweckungsbewegung "Feminismus" mit ihren einfältigen Deutungsmustern und Pauschalbeschuldigungen tut.
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